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Schlafstörungen: Wie Prävention Gesundheit und Wirtschaft entlastet

Chronischer Schlafmangel kostet die Schweiz jedes Jahr rund 15 Milliarden Franken. SWICA unterstützt Mitarbeitende und Unternehmen mit gezielten Präventionsangeboten, um Schlafqualität und Wohlbefinden nachhaltig zu verbessern.

Autor/inDaniel Angst
3 Minuten Lesezeit05. November 2024

Jede dritte Person in der Schweiz leidet an Schlafstörungen. Laut der Gesundheitsbefragung des Bundesamtes für Statistik (BFS) ist der Anteil der Bevölkerung mit Schlafproblemen in den letzten 25 Jahren um fünf Prozent gestiegen− besonders ausgeprägt bei den 15- bis 39-Jährigen. Wie eine kürzlich veröffentlichte europäische Studie zeigt, hat die Schweiz die höchsten Pro-Kopf-Kosten in Europa. Dennoch werden Schlafstörungen und deren Folgen häufig unterschätzt.

Schlafprobleme: Ein unterschätztes gesellschaftliches Problem

Die im «European Journal of Neurology» publizierte Studie zu Schlafstörungen verdeutlicht dies: Während die direkten und indirekten Pro-Kopf-Kosten in Europa bei 620 Euro liegen, betragen sie in der Schweiz rund 1855 Euro. Der markante Unterschied spiegelt das hohe Preis- und Lohnniveau wider. Die Studie fokussiert auf die Folgekosten häufig auftretender klinischer Schlafstörungen wie Insomnie (Schlaflosigkeit), obstruktive Schlafapnoe, das Restless-Legs-Syndrom, Narkolepsie sowie REM-Schlafverhaltensstörungen (Rapid Eye Movement).

Warum schlafen wir schlecht?

Die Ursache für Schlafstörungen und mangelnde Erholung sind vielfältig. Der moderne Lebensstil in einer leistungsorientierten Gesellschaft mit ständiger digitaler Erreichbarkeit erschwert es, dem natürlichen Biorhythmus zu folgen und nachts wirklich zur Ruhe zu kommen. Stress und Probleme ‒ sei es privat oder am Arbeitsplatz ‒ beeinträchtigen die Schlafqualität ebenso wie bestimmte körperliche Erkrankungen, Schichtarbeit und nicht zuletzt Ängste und Sorgen aufgrund aktueller gesellschaftlicher Krisen.

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SWICA Schlafprogramm

Schlafprobleme wie Ein- und Durchschlafstörungen oder zu frühes Erwachen, die über längere Zeit andauern, können gesundheitliche Folgen haben. SWICA begleitet Betroffene mit Coaching-Calls oder begleiteten Online-Selbsthilfetrainings und bietet einen Online-Selbsttest für eine Ersteinschätzung an.

Schlafmangel: Auswirkungen im Berufsleben

Die Liste der möglichen Auslöser für Schlafstörungen ist lang ‒ ebenso wie die der Symptome. Diese reichen von Konzentrationsschwierigkeiten über Gereiztheit und Desinteresse bis hin zu Tagesschläfrigkeit. Müde Mitarbeitende reagieren langsamer, können sich schlechter konzentrieren und machen häufiger Fehler. Laut Suva verdoppelt sich dadurch das Unfallrisiko.

In bestimmten Berufen, etwa in der Medizin, im Transportwesen oder in der Produktion, kann die durch Müdigkeit eingeschränkte Reaktionsfähigkeit sogar lebensbedrohliche Folgen haben. Chronisch schlechter und unzureichender Schlaf erhöht zudem das Risiko für Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen und schwächt das Immunsystem.

Guter Schlaf: Was können Unternehmen tun?

Hilfsangebote zur Verbesserung der persönlichen Schlafkultur für Mitarbeitende mit Schlafproblemen gehören zum Präventionsangebot von SWICA. Michaela Hausmann, Ärztin für BGM-Medizin bei der Onlinepraxis santé24, ist überzeugt, dass niederschwellige Angebote viel bewirken können. In Referaten, Workshops und Webinaren beleuchtet sie Faktoren, die den Schlaf beeinträchtigen, zeigt typische «Stolperfallen» auf und gibt Tipps für besseren Schlaf.

«Es ist wichtig, die Ursachen von Schlafproblemen zu verstehen und gezielt anzugehen», betont die Ärztin. «Dazu braucht es sowohl das Verständnis seitens der Arbeitgeber als auch die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aktiv etwas zu verändern.»

Neben den genannten Präventionsangeboten können Unternehmen das Schlafverhalten ihrer Mitarbeitenden auf verschiedene Weise unterstützen. Beispiele hierfür sind:

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    Förderung einer gesunden Pausenkultur, etwa durch «echte» Mittagspausen und regelmässigen Mikropausen, sowie Zeit und Raum für Powernaps.

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    Klare Regelung zur Erreichbarkeit und zum Umgang mit ständiger Verfügbarkeit auf verschiedenen Kommunkationskanälen.

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    Stellvertretungsregelungen und flexible Arbeitszeiten, wo möglich.

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    Vermeidung von massiven Überstunden und dauerhaftem arbeitsbedingten Stress.

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    Angebote wie Achtsamkeits- und Atemtraining oder Yoga zur Stressbewältigung.

Online-Test zur Schlafqualität

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Kontakt für Rückfragen

Daniel Angst, Abteilungsleiter Präventionsmanagement bei SWICA, beantwortet gerne Ihre Fragen.

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