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Nicht mehr ganz Ohr?

In der Schweiz leidet jeder zwölfte an Hörproblemen, im Alter von über 65 Jahren sogar jeder dritte. Viele Personen lehnen eine Hörhilfe ab, obwohl dies zu sozialer Isolation führen kann.

Autor/inOlivia Fey
2 Minuten Lesezeit03. März 2017

Aussagen wie «Ich brauche kein Hörgerät» und «Ich höre schon, was ich hören muss» kennen wahrscheinlich viele Leute von ihren älteren Bekannten. Die Jüngeren sind davon oft verunsichert – merken sie doch, dass das Gegenüber manchmal nur freundlich lächelt, wenn man eine Frage stellt oder bei einer Diskussion völlig am Thema vorbeiredet. Keine einfache Situation, vor allem, wenn Betroffene die Schwäche einfach verdrängen.

Das Gespräch suchen bei Hörproblemen

Besonders im Anfangsstadion wollen viele nicht wahrhaben, dass sie an einer Hörverschlechterung leiden. Die häufigste Ursache dafür ist, dass die Haarzellen mit zunehmendem Alter in der Gehörschnecke absterben. Erste Anzeichen können sich schon zwischen 40 und 50 bemerkbar machen. Oft werden andere beschuldigt, zu leise oder undeutlich zu sprechen. 

Wichtig ist, dass man mit betroffenen Personen das Gespräch sucht. Schwerhörigkeit kann einerseits zu sozialer Isolation führen, andererseits können auch kognitive Leistungen schneller abnehmen. Je früher eine Hörhilfe zum Einsatz kommt, desto besser.

Nicht nur eine Frage des Alters

Schwerhörigkeit muss jedoch nicht zwingend nur mit dem Alter auftreten, sondern kann auch durch äussere Faktoren entstehen. Einige Ursachen dafür sind beispielsweise eine chronische Lärmschädigung, Infektionen oder Tumore. In gewissen Fällen ist die Erkrankung angeboren: Ausgelöst wird sie oft durch Virusinfektionen oder zu hohen Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft. Ausserdem können bei der Entwicklung auch bestimmte Nerven im Ohr fehlgebildet werden.

Hilfe im und am Ohr

Bei den meisten Fällen kann die Beschwerde mit einem Hörgerät oder einem Implantat behoben werden. Viele Betroffene werden vermutlich vom Gedanken an ein grosses Gerät am Ohr abgeschreckt. Es gibt jedoch bereits viele Modelle, die diskret im Gehörgang sitzen und von aussen kaum sichtbar sind. Die Geräte werden von einem Akustiker angepasst. 

Bei schweren Fällen kann ein Implantat operativ eingesetzt werden, das den Schall in elektrische Impulse umwandelt und damit den Hörnerv im Innenohr stimuliert. Der dazugehörende Audioprozessor mit Sendespule befindet sich wie ein Hörgerät hinter dem Ohr. 

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Themen in diesem Beitrag:
Krankheit
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