Nicht zuletzt kann es für Migränikerinnen und Migräniker zu einem Problem werden, wenn sie aufgrund ihrer Symptome sozial eingeschränkt sind. «Manchmal kann Migräne auch auftauchen, wenn sich Betroffene sehr auf etwas freuen oder aufgeregt sind», führt Mauch aus. Aussenstehende verstehen dann nicht, weshalb sie nicht an dem Anlass teilnehmen, auf den sie sich doch so gefreut hatten. Die Angst vor einer nächsten Attacke kann zudem negative Auswirkungen auf das soziale Leben von Migräne-Patientinnen und -Patienten haben. Mit vorbeugenden Massnahmen, kann man die Häufigkeit der Migräne aber reduzieren und die Lebensqualität nachhaltig verbessern.
… kann man einen starken Kaffee trinken.
Frühere Studie besagten, dass bei einer Migräne zunächst die Gefässe verengen und dann erweitern. Man geht mittlerweile davon aus, dass die Veränderungen an den Gefässen eher eine Folge als Ursache der Migräne ist. Das im Kaffee enthaltene Koffein hilft hierbei gleichermassen aufgrund der gefässverengenden Wirkung. Manchen Betroffenen hilft es, dem Kaffee etwas Zitronensaft beizufügen, wobei dessen Wirksamkeit nicht wissenschaftlich erwiesen ist. Darüber hinaus hat Koffein auch schmerzlindernde Eigenschaften und kann Schmerzmittel verstärken. Ebenso kann es entzündliche Prozesse im Gehirn bei Migräne reduzieren.
… kann man gegebenenfalls ein Schmerzmittel einnehmen.
Wirkstoffe wie Paracetamol oder Ibuprofen können bei einer frühzeitigen Einnahme durch ihre schmerzstillenden (und bei Ibuprofen auch entzündungshemmenden) Eigenschaften für einen milderen Migräneverlauf sorgen. In der Schweiz sind auch Kombinationspräparate mit beiden Wirkstoffen erhältlich. Vor der Einnahme eines Medikaments ist die Konsultation einer Fachperson empfohlen. Bei rascher Einnahme helfen spezielle rezeptpflichtige Migräne-Medikamente wie die Gruppe der Triptane ebenfalls effizient. Grosse Fortschritte wurde in der Migränebehandlung mit den sogenannten monoklonalen Antikörpern gegen CGRP bei therapieresistenten Formen erzielt.
… soll man sich keine Sorgen machen, wenn der Alltag etwas stehen bleibt.
Migräne wird häufig durch Stress ausgelöst und ein Anfall kann unter Umständen dazu führen, dass der Alltag nicht bewältigt werden kann. Sorgen um eine stagnierende Aufgabenliste erweisen sich in diesem Zusammenhang als kontraproduktiv, da sie eine Migräne begünstigen können.
… soll man es im Nachgang in einem Kopfschmerz-Tagebuch festhalten.
Die Ursachen für eine Migräne sind genauso vielfältig und divers wie die Menschen, die darunter leiden. Ein Kopfschmerz-Tagebuch kann Betroffenen dabei helfen, Muster zu erkennen und mögliche Trigger zu vermeiden.