Ohrendruck
Unangenehmer Ohrendruck – wie weiter?

Überwindet man in kurzer Zeit mehrere Höhenmeter, kann es zu Druck in den Ohren kommen. Was sich kurzfristig dagegen tun lässt und wann man besser einen Arzt aufsucht, erklären wir im Blogbeitrag.

Autor/inOlivia Fey
2 Minuten Lesezeit16. Februar 2022

Viele kennen das unangenehme Gefühl. Beim Start- oder Landevorgang des Flugzeugs ertönt ein leises «Knacken» im Ohr. Anschliessend nimmt man die Umgebungsgeräusche nur noch sehr dumpf war. Die eigene Stimme wirkt irgendwie lauter und hallt. Dasselbe Phänomen kann auch bei einer Tunneldurchfahrt mit dem Zug oder bei der Fahrt in einer Gondel auftreten. Umgangssprachlich spricht man dabei von Ohrendruck.

Warum gibt es Ohrendruck?

Ist der Druck im Mittelohr identisch mit dem Aussendruck und das Ohr frei von Sekret, hören wir ganz normal. Eine wichtige Rolle bei diesem Vorgang spielt die sogenannte Ohrtrompete. Sie verbindet das Mittelohr mit dem Nasen-Rachenraum und ist dafür zuständig, das Ohr zu belüften. So wird sichergestellt, dass der Druckausgleich korrekt erfolgen kann. 

Befindet man sich nun in einem startenden Flugzeug, werden sehr schnell mehrere hundert Höhenmeter überwunden. Der Druckausgleich ist dabei nicht so schnell möglich. Im Mittelohr entsteht ein Überdruck und das Trommelfell wölbt sich leicht nach aussen. Somit kann ein unangenehmer oder auch schmerzender Druck in den Ohren zusammen mit einem veränderten Hörempfinden auftreten.

Das hilft gegen Ohrendruck

In der Regel ist der Druck in den Ohren harmlos und nur von kurzer Dauer. Es helfen bereits einfache Massnahmen dagegen. Zum Beispiel die normalen Schluck- und Kaubewegungen oder Gähnen. Beides führt gewöhnlich zu einem Zug auf die Ohrtrompete, die sich dadurch öffnen kann. 

Ist das nicht zielführend, kann das sogenannte Valsalva-Manöver angewendet werden: Dabei atmet man ganz normal ein, hält sich anschliessend die Nase zu und den Mund geschlossen. Nun versucht man auszuatmen. Da die Luft weder durch die Nase noch durch den Mund entweichen kann, wird sie in die Ohrtrompete gedrückt. Der Druckausgleich kann so stattfinden.

Wann ist ein Arztbesuch nötig?

Kann der Druckausgleich nicht durch die oben erwähnten Massnahmen wiederhergestellt werden und der Ohrendruck bleibt über einen längeren Zeitraum jedoch ohne zusätzliche Schmerzen bestehen, kann man versuchen, etwaige Schwellungen der Ohrtrompete mit einem abschwellenden Nasenspray aus der Apotheke zu behandeln. 

Nützt dies auch nichts oder kommen Ohrgeräusche (Tinnitus) oder Schmerzen hinzu, sollte man eine ärztliche Abklärung treffen. Es kann sein, dass der Druck im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie einem Hörsturz, Allergien oder einer Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung auftritt. Zudem können auch anatomische Begebenheiten den Druckausgleich erschweren.

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