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Muttermilch abpumpen: So funktioniert es

Für stillende Mütter ist es manchmal schwierig, die Anforderungen des Stillens mit Arztterminen, der Arbeit oder auch mal einem schönen Abend zu zweit zu vereinbaren. Wenn die Muttermilch abgepumpt wird, kann der hektische Alltag etwas entlastet werden.

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Autor/inDominik Chiavi
2 Minuten Lesezeit12. März 2026

Stillen ist für viele Mütter ein inniger Moment mit ihrem Baby. Doch nicht immer lässt sich das Stillen in den Alltag integrieren – sei es aufgrund von Terminen, dem Wiedereinstieg in den Beruf oder weil auch andere Bezugspersonen das Baby füttern möchten. Das Abpumpen von Muttermilch bietet hier eine praktische und flexible Lösung, damit Ihr Kind weiterhin von den wertvollen Inhaltsstoffen der Muttermilch profitiert.

Wann und wie abpumpen?

Gerade in den ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt empfiehlt es sich, das Baby möglichst direkt zu stillen, um das Zusammenspiel zwischen Mutter und Kind zu stärken. Erst danach ist das Zufüttern mit abgepumpter Milch sinnvoll. Muttermilch kann sowohl mit der Hand als auch mit einer manuellen oder elektrischen Pumpe gewonnen werden. Für gelegentliches Abpumpen reicht meist eine Handpumpe, bei regelmässigem Bedarf empfiehlt sich ein elektrisches Modell. Milchpumpen können in Apotheken, Spitälern oder bei Hebammen ausgeliehen werden.

Achten Sie darauf, nach dem Stillen oder zwischen den Stillmahlzeiten abzupumpen. Für einen kleinen Vorrat genügt es, nach dem Stillen rund 15 Minuten pro Brust zu pumpen. Wer regelmässig mehrere Mahlzeiten ersetzen möchte, sollte während der Abwesenheit abpumpen und die gesamte Milchmenge sammeln.

Hygiene ist das A und O

Vor dem Abpumpen sollten Sie sich gründlich die Hände waschen. Auch die Pumpe und alle Gefässe müssen sauber und idealerweise sterilisiert sein, um Keime zu vermeiden. Die Muttermilch sollte nach dem Abpumpen sofort luftdicht verschlossen und gekühlt oder eingefroren werden.

Aufbewahrung und Haltbarkeit von Muttermilch

  • Bei Zimmertemperatur (17 bis 25 °C) hält sich Muttermilch bis zu acht Stunden.
  • Im Kühlschrank (4 bis 6 °C) ist sie bis zu 72 Stunden haltbar.
  • Im Gefrierfach (-18 °C oder kälter) kann Muttermilch bis zu sechs Monate aufbewahrt werden.
  • Eingefrorene Milch sollte portionsweise abgefüllt und mit Datum versehen werden.
  • Nach dem Auftauen muss die Milch innerhalb von 24 Stunden verbraucht oder entsorgt werden – ein erneutes Einfrieren ist nicht möglich.

Praktische Tipps für den Alltag

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    Verwenden Sie für unterwegs Kühltaschen mit Kühlelementen, um die Frische der Milch zu bewahren.

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    Füttern Sie die Milch idealerweise bei Körpertemperatur. Erwärmen Sie sie schonend im Wasserbad, nicht in der Mikrowelle, um wertvolle Inhaltsstoffe zu erhalten.

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    Reste aus dem Fläschchen sollten nicht erneut verwendet werden.

Das Abpumpen von Muttermilch ermöglicht Flexibilität im Familienalltag und sichert dem Baby die bestmögliche Ernährung – auch wenn die Mutter mal nicht vor Ort ist. Mit den richtigen Hygienemassnahmen und einer sachgerechten Aufbewahrung bleibt die Qualität der Milch erhalten.

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