GettyImages-1501751562
Was tun bei einer Blasenentzündung?

Lästige Beschwerden wie häufiger Harndrang, Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen gelten als typische Anzeichen einer Blasenentzündung. Mit ein paar Tipps können Sie einem Infekt vorbeugen.

Autor/inSWICA Content Team
2 Minuten Lesezeit18. Februar 2026

Gerade Frauen kennen die unangenehmen Symptome einer Blasenentzündung. Da sie eine kurze Harnröhre haben, sind sie häufiger davon betroffen als Männer, bei denen die Infektion eher im Alter auftritt. 

Eine Blasenentzündung macht sich durch Beschwerden beim Wasserlassen oder durch häufigen Harndrang bemerkbar. Schuld daran sind in manchen Fällen Bakterien: Wenn sie sich in der Harnröhre zu stark vermehren können, reagiert das Gewebe mit einer Entzündung. Gerade im Winter ist das Risiko erhöht, denn Kälte schwächt das Immunsystem.

Meist ist eine Blasenentzündung harmlos und klingt nach ein paar Tagen von selbst ab. Vorsicht ist bei Personen mit Abwehrschwäche oder Nierenerkrankungen sowie bei Schwangeren geboten. Hier ist das Risiko für einen komplizierten Verlauf der Harnwegsinfektion mit folgender Nierenbeckenentzündung erhöht.

Zudem gilt: Wer schon einmal eine bakterielle Blasenentzündung hatte, hat leider ein höheres Risiko, wieder eine zu bekommen.

Keine Chance für Bakterien 

Mit einfachen Massnahmen kann man eine Blasenentzündung gezielt vorbeugen:

  • Viel trinken: So werden Bakterien regelmässig ausgespült und können sich nur schwer vermehren. 
  • Beim Wasserlassen sollte die Blase vollständig entleert werden, weil sich die Keime im bestehenden Harn sonst gut vermehren können. Wichtig ist dies besonders nach dem Geschlechtsverkehr, weil die Harnröhre dann oft gereizt ist.
  • Nach dem Toilettengang empfiehlt sich für Frauen die Reinigung «von vorne nach hinten», um zu verhindern, dass Keime aus dem Darmausgang in die Harnröhre gelangen.

Die Intimpflege sollte stets sanft und zurückhaltend erfolgen. Auf parfümierte Intimwaschmittel oder -sprays wird am besten verzichtet, da sie die Scheidenflora sowie die Schleimhäute von Scheide und Harnröhre beeinträchtigen können. Dies erleichtert es Bakterien, in die Blase einzudringen.

Gerade in der kalten Jahreszeit empfiehlt es sich, den Unterbauch warm zu halten. Bei Unterkühlung ziehen sich die Blutgefässe in Haut und Schleimhäuten zusammen, wodurch Immunzellen diese Bereiche weniger gut erreichen und Keime sich leichter vermehren können.

Helfer oder Humbug?

Viele Leute, die anfällig sind für Harnwegsinfektionen, schwören auf Helfer oder Produkte wie Bettflaschen, Nieren-Blasen-Tees oder Cranberrysaft. Doch was nützt wirklich? Dr. Silke Schmitt-Oggier, Chefärztin bei santé24 erklärt im Video, was bei einer Blasenentzündung weiterhelfen kann.

Dr. Silke Schmitt Oggier, Chefärztin der Onlinepraxis santé24, bewertet gängige Hausmittel bei einer Blasenentzündung auf einer Skala von 1 bis 10.

Kunden_Teleberatung_Frau_2_s_rp0ual

Für Ihre Gesundheit: santé24

Medizinischer Rat 24/7: Unsere Ärztinnen, Ärzte sowie das medizinische Fachpersonal stehen Ihnen bei gesundheitlichen Fragen rund um die Uhr zur Verfügung.

SWICA – mehrfach die Nr. 1 in Kundenzufriedenheit

  • Kundenzufriedenheit-Label-1-de
  • Kundenzufriedenheit-Label-2-de
  • Kundenzufriedenheit-Label-3-de