Epileptische Anfälle betreffen rund 80'000 Menschen in der Schweiz und wirken oft beängstigend. Jetzt lesen, wie im Notfall richtig gehandelt wird.
Epilepsie ist eine komplexe, neurologische Krankheit. Betroffene leiden unter vorübergehenden Funktionsstörungen des Gehirns - sogenannte epileptische Anfälle. Es gibt jedoch viele verschiedene Arten von Anfällen. Die bekannteste ist der sogenannte «Grand mal»-Anfall. Dabei verlieren Betroffene häufig das Bewusstsein, fallen zu Boden und beginnen unkontrolliert zu krampfen.
Auch wenn ein solcher Anfall in den allermeisten Fällen schnell vorübergeht und schlimmer aussieht, als er in Wirklichkeit ist, kann es für unwissende Zeugen extrem stressig und überfordernd sein. Die gute Nachricht: Erste Hilfe bei einem epileptischen Anfall zu leisten, ist einfacher als man denkt.
Die Symptome eines epileptischen Anfalls können sehr unterschiedlich ausfallen. Anzeichen eines sogenannten «Grand mal»-Anfall sind:

Ruhe bewahren: In den meisten Fällen dauern die Anfälle ein bis zwei Minuten, manchmal auch nur wenige Sekunden. Den Notruf wählen, wenn das Krampfen länger als drei Minuten dauert, die Person sich verletzt hat oder weitere Anfälle folgen.
Nicht jede Person mit einem epileptischen Anfall leidet an Epilepsie. Von Epilepsie spricht man erst, wenn mindestens zwei Anfälle im Abstand von mindestens 24 Stunden auftreten, die jeweils spontan und ohne erkennbare Ursache entstehen. Weitere Informationen bietet die Website der Schweizerischen Epilepsie-Liga.