Starkes Schwitzen ohne körperliche Anstrengung kann den Alltag erheblich belasten. Hyperhidrosis betrifft viele Menschen und führt oft zu Schamgefühlen und Unsicherheit. Doch es gibt wirkungsvolle Wege, um die Beschwerden zu lindern und sich wieder wohl zu fühlen in seiner Haut.
Nicht nur im Sommer, sondern auch in der kälteren Jahreszeit produziert der Körper Schweiss, um sich abzukühlen oder um gewisse Hautregionen zu befeuchten. Diese Funktion ist lebensnotwendig. Wird das Schwitzen jedoch so stark, sodass man mehrmals täglich seine Kleidung wechseln muss oder gar Angst hat, anderen Personen die Hand zu schütteln, spricht man von Hyperhidrosis. Und dieses übermässige Schwitzen kann ganz schön unangenehm sein.

Gemäss dem Universitätsspital Basel ist rund ein Prozent der Bevölkerung von übermässigem Schwitzen betroffen. Besonders nervig ist es, wenn man an den Händen, Füssen oder unter den Achseln stark schwitzt. Vor allem Letzteres ist für die Mitmenschen sehr gut ersichtlich. Aus diesem Grund kann übermässiges Schwitzen auch auf die Psyche schlagen. Schamgefühle, die Angst neue Leute kennenzulernen oder die Arme zu heben sind nur einige Beispiele, die Betroffene belasten.
Um übermässiges Schwitzen zu therapieren, gibt es mehrere Möglichkeiten:
Wer unter einer leichteren Form der Hyperhidrose leidet, kann auch eine mehrwöchige Therapie mit Salbei in Form von Tee oder Tabletten ausprobieren. Denn Salbei ist in der Phytotherapie als schweisshemmend bekannt.
So unterschiedlich die oben aufgeführten Therapiemethoden auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie müssen alle nach einer gewissen Zeit wiederholt werden. Wenn alle konservativen Massnahmen nicht zum Erfolg führen, kann als letzte Möglichkeit in manchen Körperregionen ein chirurgischer Eingriff Abhilfe schaffen. Dabei werden die Nervenbahnen auf einer bestimmten Höhe unterbrochen. Es besteht jedoch die Gefahr, dass unschöne Narben zurückbleiben oder dass die Behandlung nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt ist.