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Lippenherpes: Wie er kommt und wieder geht

Zuerst kribbelt es unangenehm an der Lippe und kurz danach entstehen schon die ersten Bläschen und Schmerzen. Der Herpes-Simplex-Virus Typ 1, der Lippenherpes verursacht, schlummert im Grossteil der Menschen, ohne jemals auszubrechen: darum wissen viele gar nichts davon. Der SWICA-Gesundheitstipp klärt auf.

Autor/inValentina Diaco
3 Minuten Lesezeit08. April 2026

Hormonelle Umstellung, eine stressige Zeit, ein geschwächtes Immunsystem oder zu lange an der Sonne verweilt: Das sind die bekanntesten Ursachen für das Aufkommen einer Fieberblase. Wer einmal mit dem auslösenden Virus in Kontakt gekommen ist, trägt es ein Leben lang in sich – was aber nicht bedeuten muss, dass man deshalb auch ein Fieberbläschen entwickelt. Erstinfektionen mit Bläschen oder Aphthen im Mund- oder Lippenbereich treten besonders häufig im Kindes- und Jugendalter auf.

Symptome von Lippenherpes

Der Ausbruch des Herpesvirus kündigt sich meistens durch ein Spannen, Jucken oder Kribbeln auf oder um die Lippe an. Zu diesem Zeitpunkt muss noch nichts von aussen sichtbar sein. Kurz darauf bilden sich die mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen, die neben dem unangenehmen Erscheinungsbild auch ziemlich schmerzhaft sein können. Da sich die Viren in dieser Flüssigkeit befinden, sollte man sie nie direkt mit den Händen anfassen.

Nach und nach verbinden sich die Bläschen, sie platzen auf und bilden eine Kruste, um dann wieder abzuheilen. Im Abheilungsprozess können sie leider auch leicht aufplatzen und bluten, vor allem, wenn man die Lippen beim Mundöffnen spannt. Vom Ausbruch bis zur Heilung geht es etwa 14 Tage.

Der Herpes ist da – was nun?

Wichtig zu wissen: Fieberbläschen gelten als hochansteckend – vor allem, solange die Bläschen noch mit Flüssigkeit gefüllt sind. Man sollte also weder jemanden küssen noch irgendwelches Besteck mit einer infizierten Person teilen. Der Lippenherpes darf auf keinen Fall direkt mit den Händen angefasst werden, da man das Virus sonst auch auf andere Körperregionen – oder eben Personen – übertragen kann. Gründliches Händewaschen ist also auch hier ein Muss.

Das kann man bei Lippenherpes tun

Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, gibt es unterschiedliche Mittel, die man anwenden kann:

Wie kann man Herpes vorbeugen?

Lippenherpes lässt sich nur begrenzt vorbeugen. Wer von sich weiss, dass der Herpesvirus durch UV-Strahlen ausgelöst wird, sollte tagsüber direkte Sonneneinstrahlung meiden, Lippenpomaden mit UV-Schutz anwenden und abends die Lippen gut pflegen. Wenn man spröde, trockene Lippen hat, deutet das auf eine gestörte Barriere hin, die für Viren und andere Krankheitserreger durchlässig ist.

Weiter schreibt man der Aminosäure Lysin eine vorbeugende Eigenschaft zu. Man kann sie in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder über eine proteinreiche Ernährung aufnehmen. Ihre Wirkung beruht darauf, dass sie Arginin hemmt. Herpesviren sind auf diesen Stoff angewiesen, weil sie ihn zur Vermehrung brauchen. Ob die Aminosäure tatsächlich wirksam ist, konnte jedoch noch nicht vollständig bewiesen werden.

Hier ist Vorsicht geboten

Entsteht eine Herpesinfektion in der Nähe des Auges oder gar auf der Hornhaut, sollte man dringend ärztlichen Rat einholen. Ein unbehandelter Herpes auf der Hornhaut kann Narben hinterlassen oder sogar das Sehvermögen beeinträchtigen. Auch Bläschen am oder im Ohr sowie auf der Nasenspitze sollten ärztlich beurteilt werden.

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