Mikroskopisch kleinen Generatoren gleich beliefern Mitochondrien unsere Körperzellen mit Energie. «Je nach Energiebedarf der Zelle vermehrt oder reduziert sich die Anzahl der Mitochondrien», erklärt Dr. Silke Schmitt Oggier, Chefärztin bei santé24. Muskelzellen beispielsweise benötigen mehr Energie als andere Zellen des menschlichen Körpers. Deshalb sind in ihnen auch besonders viele Mitochondrien vorhanden.
Gesunde Ernährung, gesunde Energiequellen
«Damit Mitochondrien gut versorgt werden, ist eine ausgewogene Ernährung entscheidend», so Schmitt Oggier. «Lebensmittel wie grünes Blattgemüse, Nüsse, Samen, mageres Fleisch und auch Fisch sind reich an Nährstoffen, die für die Mitochondrien besonders wichtig sind.» Für die Produktion von Energie brauchen die Zellkraftwerke besonders Magnesium, Vitamin B und Coenzym Q10. Es lohnt sich daher, auf eine gesunde Ernährung zu achten, um die Mitochondrien optimal zu unterstützen und die allgemeine Gesundheit zu fördern.
Bewegung stimuliert die Energieproduktion
Regelmässige sportliche Aktivitäten unterstützen die Funktion der Mitochondrien massgeblich. Ausdauertraining, zum Beispiel Joggen, Radfahren oder Schwimmen, kann besonders förderlich sein, da es die aerobe Energieproduktion in den Zellen stimuliert. «Es ist jedoch wichtig, dass das Training angemessen dosiert wird, um eine Überlastung der Mitochondrien zu vermeiden», rät Schmitt Oggier. «Da durch Sport der Energiebedarf des Körpers gesteigert wird, produzieren die Mitochondrien automatisch mehr Energie.»
Glukose, Amino- und Fettsäuren
Damit die Energieproduktion in den Körperzellen reibungslos funktioniert, benötigen die Mitochondrien ausserdem Nährstoffe wie Fettsäuren, Aminosäuren und Glukose. «Zudem sind ausreichend Sauerstoff und eine gesunde Zellumgebung für die kleinen Kraftwerke sehr wichtig», so Schmitt Oggier. Auch hier sind eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil unterstützend.