Ein Schlaganfall – auch Hirnschlag genannt – tritt meistens ganz plötzlich auf und kann für die Betroffenen lebensbedrohlich sein. In dem Fall gilt es, keine Zeit zu verlieren und den Notfalldienst zu alarmieren. Doch woran erkennt man einen Schlaganfall?
In der Schweiz erleiden jedes Jahr rund 16'000 Personen einen Hirnschlag. Jeder Vierte ist danach nicht mehr in der Lage, ein selbständiges Leben zu führen. Zahlen, die beunruhigen. Deshalb ist es wichtig, einen potenziellen Hirnschlag so schnell wie möglich zu erkennen und Hilfe zu holen.

Ein Hirnschlag kündigt sich meist unvermittelt an. Typische Anzeichen sind:
Mit dem FAST-Test kann man sich die wichtigsten Symptome einfach merken:
F (Face/Gesicht): Lächeln lassen – hängt ein Mundwinkel?
A (Arms/Arme): Beide Arme heben – sinkt ein Arm ab?
S (Speech/Sprache): Einen kurzen Satz nachsprechen – klingt die Sprache ungewohnt?
T (Time/Zeit): Sofort den Notruf wählen – jede Minute zählt.
Handeln Sie bei diesen Warnzeichen umgehend und rufen Sie den Notfalldienst (Nummer 144). Warten Sie nicht ab, dass die Beschwerden wieder verschwinden. Auch kurze, vorübergehende Symptome können auf eine ernsthafte Durchblutungsstörung im Gehirn hinweisen. Notieren Sie, wann die ersten Anzeichen aufgetreten sind, und informieren Sie den Rettungsdienst.
Die betroffene Person sollte bequem liegen, möglichst mit erhöhtem Oberkörper. Eng sitzende Kleidung wird gelockert. Verzichten Sie auf Essen oder Trinken, falls das Schlucken beeinträchtigt ist. Für Angehörige gilt: Bleiben Sie ruhig, und geben Sie Sicherheit.
Ein Hirnschlag entsteht häufig durch verengte oder verstopfte Gefässe, manchmal auch durch eine Hirnblutung. Zu den Hauptrisikofaktoren gehören Bluthochdruck und bestimmte Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern. Auch Rauchen, übermässiger Alkoholkonsum, Diabetes und eine familiäre Vorbelastung erhöhen das Risiko.