Wenn der Nacken steif wird, steckt meist eine schmerzhafte Muskelverspannung im Hals- oder Schulterbereich dahinter. Doch Verspannungen machen sich nicht nur dort bemerkbar: Sie können am ganzen Körper auftreten und beeinträchtigen stets unser Wohlbefinden.
Ein steifer Nacken fühlt sich an, als würde ein unsichtbarer Kragen aus Nadeln jede Bewegung zur Herausforderung machen – manchmal ist sogar an Bewegung gar nicht mehr zu denken. Was sind die Ursachen? Häufig stecken stundenlanges Sitzen am Schreibtisch, eine ungünstige Schlafposition, Stress oder zu viel Sport dahinter. Auch Fehlhaltungen können die Muskeln zum Verhärten bringen.
Zum Glück gibt es viele Wege, die Anspannung zu lösen: Wärmekissen oder Sportsalben regen die Durchblutung an, ein heisses Bad entspannt Körper und Geist. Und wenn keine Zeit für eine professionelle Massage bleibt, helfen einfache Selbstmassage-Techniken, um den Muskeln wieder auf die Sprünge zu helfen.
Um die Verspannung zu lösen benötigt man einen Gummi- oder Tennisball, ein Stück Schnur und zum Beispiel einen Stuhl mit hoher Rückenlehne. So kann man den Ball zwischen der Lehne und der Schulter / dem Nacken einklemmen und mit sanften Bewegungen und wenig Druck versuchen, den Muskel etwas zu massieren. Mit der Schnur kann der Ball wieder in die richtige Position gezogen werden.

Mit einer Faszien- oder Yogarolle lassen sich verspannte Rückenmuskeln gezielt lockern. Einfach die Rolle auf den Boden legen, mit dem Rücken darauf positionieren und den Muskelbereich durch langsame, kleine Bewegungen sanft massieren.
Um langfristig beschwerdefrei zu bleiben, ist es wichtig, die Ursachen für die Verspannungen zu erkennen und zu beheben. Häufig führen wiederkehrende Muskelprobleme zu Schonhaltungen, die weitere Verspannungen begünstigen. Lassen sich die Auslöser nicht eindeutig feststellen oder halten die Schmerzen über mehrere Wochen an, empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt.
Das Präventionsmanagement von SWICA unterstützt Unternehmen mit diversen Referaten, Kursen und Webinaren zur Ergonomie am Arbeitsplatz. Ausgebildete Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten besuchen den Betrieb und zeigen jedem Mitarbeitenden persönlich, wie der Arbeitsplatz optimal eingerichtet werden kann.
In Angeboten zur Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz lernen die Teilnehmenden, wie Beschwerden mit der Arbeitsplatzgestaltung zusammenhängen und wie gezieltes Muskeltraining hilft, Schmerzen durch langes Sitzen vorzubeugen.