Abnehm-Mythen auf dem Prüfstand

Gesünder leben, sportlicher werden, sich wohler fühlen. Es gibt unzählige Gründe, auf ein angemessenes Körpergewicht zu achten. Und genau so viele Halbwahrheiten rund ums Abnehmen machen die Runde. Zeit, die gängigsten Abnehm-Mythen auf den Prüfstand zu stellen.

Dominik Chiavi
Autor/inDominik Chiavi
2 Minuten Lesezeit29. Mai 2026

Wer abnehmen möchte, ist besonders leicht empfänglich für alle möglichen Tipps, Tricks und Ratschläge. Guter Rat ist teuer – und wiegt schwer. Vor 50 Jahren wurde Fett verteufelt, dann ging es den Kohlenhydraten an den Kragen, heute ist Zucker Gift und ohne die nötige Proteinzufuhr läuft sowieso nichts. Welche Aussagen stimmen, welche nicht?

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1. Mahlzeiten am Abend machen dick

Was sich nach 18 Uhr einverleibt wird, geht ohne Umwege direkt auf die Hüften – so lautet das weitherum bekannte Vorurteil. Ein Mythos. Entscheidend ist nicht die Uhrzeit, zu der wir essen, sondern die Kalorienmenge, die wir uns über den ganzen Tag zuführen. 

Wer im Defizit bleibt, nimmt auch mit einer späten Mahlzeit ab. Einzige Einschränkung: Das Abendessen sollte nicht zu schwer verdaulich sein. Etwas Leichteres hilft, einfacher in den Schlaf zu finden.

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2. In der Sauna schmilzt das Fett weg

Regelmässige Saunagänge können zwar Erkältungen vorbeugen, doch die angefutterten Fettpolster werden leider nicht einfach ausgeschwitzt. Das wäre auch zu schön, um wahr zu sein. Verdikt: Mythos

Das niedrigere Gewicht nach dem Saunieren liegt am Wasserverlust. Wer schwitzt, verliert Wasser, aber kein Fett. Der grosse Flüssigkeitsverlust kann sogar den Appetit anregen, weshalb es wichtig ist, während und nach dem Saunabesuch viel Wasser oder ungesüssten Tee zu trinken, damit der Magen keinen Fehlalarm auslöst.

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3. Fett und Kohlenhydrate sind Dickmacher

Lange Zeit wurden fettreiche Lebensmittel verteufelt. Dabei sind gesunde Fette aus Nüssen, Avocados und Fisch essenziell für den Körper und helfen sogar beim Ab-nehmen, da sie lange satt machen. 

Und auch Kohlenhydrate sind nicht dein Feind – im Gegenteil, sie gehören zu einer ausgewogenen Ernährung. Vollkornprodukte, Hülsen-früchte und Gemüse liefern Energie und wichtige Nährstoffe. Entscheidend ist die Qualität, nicht der Verzicht. Es handelt sich um einen Mythos.

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4. Zwei Mahlzeiten am Tag reichen aus

Einerseits sollen Zwischenmahlzeiten Hungerattacken verhindern und beim Abnehmen helfen, andererseits wird die Beschränkung auf zwei Mahlzeiten am Tag als gesündeste Variante propagiert. Was ist denn nun richtig? 

Ob man Gewicht verliert, hängt nicht von der Anzahl der Mahlzeiten ab, sondern davon, wie viel Energie beziehungsweise Kalorien insgesamt über den Tag verteilt aufgenommen und wie viel davon durch Bewegung und Arbeit – auch Denkarbeit – verbraucht wird.

Es ist zwar bewiesen, dass der Blutzuckerspiegel nach jeder Mahlzeit ansteigt und daraufhin Insulin ausgeschüttet wird. Es kann also hilfreich sein, nicht ständig zwischendurch zu essen. Relevant ist aber die Gesamtbilanz. Hier gilt es selbst herauszufinden, was am besten für sich ist – es gibt kein richtig oder falsch.

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Das hilft wirklich beim Abnehmen

Die gute Nachricht: Wer sein Gewicht nachhaltig reduzieren möchte, braucht keine Geheimformel. Die Prinzipien, die dauerhaften Erfolg bringen, sind simpel.

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    Kaloriendefizit: Der Körper muss mehr verbrennen, als er aufnimmt.

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    Sattmacher: Genügend Eiweiss, gesunde Fette und komplexe Kohlenhydrate helfen bei der Gewichtskontrolle.

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    Kraft- und Ausdauertraining beschleunigen die Fettverbrennung.

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    Ausreichend Schlaf und dauerhaften Stress reduzieren, hilft ebenfalls.

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    Harte Diäten sind meistens nicht nachhaltig. Wichtiger ist es, das ganze Jahr hindurch auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche und gesunde Ernährung zu achten.

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Themen in diesem Beitrag:
Gesunde Ernährung
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